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Roberto Litvachkes
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Pionero de la Aviación Gunther Plüschow
A la búsqueda del último campamento de Gunther Plúschow en Patagonia

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Hace pocos meses el investigador alemán Gerhard Ehlers encontró los mapas personales del pionero de la aviación Gunther Plüschow, gracias a la información desconocida hasta este momento pero que el mapa ahora revela se propone encontrar el último campamento de Gunther Plúschow en las cercanías del Lago Viedma, una región alejada de centros pobladas y enclavada en una región maravillosa pero inexplorada de la Patagonia.

Esta expedición es un veradadero desafío pues son muchos los que descreen de la existencia del mismo. Ahora, más de ochenta años después, Ehlers y Litvachkes esperan encontar pistas que ayuden a develar el misterio.

Es por eso que el 9 de Enero , junto al investigador argentino Roberto Litvachkes, comienzan una expeición por estas regiones de la cual este medio irá informando en forma exclusiva para sus lectores de Alemania.

Roberto Litvachkes
15-5973-9329
4373-4270

11-2009 | FLiEGERREVUE | 47 |
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“Silberkondor” zurück in Feuerland

 

Der Präsident eines Aeroclubs und ein Journalist aus Argentinien haben in acht Monaten Arbeit ihr Ziel verwirklicht und eines der bekanntesten Flugzeuge der Welt originalgetreu nachgebaut. Ab 2010 soll der neue „Silberkondor“ in Feuerland aufgestellt werden, um an den deutschen Forschungsflieger Gunther Plüschow zu erinnern.

Man schreibt den 22. Juni 2009,15.00 Uhr, Ushuaia auf Feuerland.
Nach vielen Schlechtwettertagen strahlt im Südwinter für ein paar Stunden die Sonne auf den verschneiten Flugplatz des südlichsten Aeroclubs der Welt, nur etwa 150 km entfernt vom legendären Kap Horn.
Es ist, wie fast immer „dort unten“, sehr windig und deshalb auch bei minus zwei Grad Celsius empfindlich kalt. Roberto Litvachkes, Journalist aus Buenos Aires, und Rafael („Lito“) Fank, Präsident des Aeroclubs Ushuaia, schlagen die Kragen ihrer Anoraks hoch und blicken erschöpft und sehr zufrieden auf das Ergebnis von acht Monaten harter Arbeit, langen Diskussionen und vielen gelösten Problemen. Das Projekt „Replikat des Flugzeugs von Gunther Plüschow in Ushuaia“ ist erfolgreich abgeschlossen.
Gerade haben sie – gemeinsam mit Helfern des Aeroclubs – den Nachbau des in Argentinien und Chile wohlbekannten „Silberkondors“, Gunther Plüschows Heinkel- Doppeldecker D-1313, in den Hangar geschoben.
Das weltweit erste Großmodell einer HD 24W im Maßstab 1:1 sieht aus, als könne es jeden Moment in den feuerländischen Himmel aufsteigen. Ursprünglich war geplant, den Nachbau mit einem Kranwagen an den Bestimmungsort zu bewegen, aber als es dann überraschend zu schneien begann, änderte man spontan den Plan: Unter lautem Hallo wurde der „Silberkondor“ auf seinen Schwimmern von den Anwesenden mit Muskelkraft über die Piste aus Neuschnee bewegt.

Das Original

Im Dezember 1928 montierten Gunther Plüschow und Ernst Dreblow in Punta Arenas in Chile auf der Schiffswerft Braun y Blanchard ihre in Einzelteilen angelieferte HD 24W.

Ganz so kalt war es nicht, als der deutsche Flugpionier Gunther Plüschow gemeinsam mit seinem Bordingenieur Ernst Dreblow im Dezember 1928 (Südsommer) die Heinkel HD 24W auf einer Schiffswerft im chilenischen Punta Arenas zusammenbauten. Aber ansonsten waren die Rahmenbedingungen für Plüschows erste Feuerland-Patagonien-Expedition alles andere als optimal. Plüschows Versuche, ein Ganzmetallflugzeug, z.B. von der Firma Junkers, für seine Expedition zu erhal- ten, waren gescheitert, und so musste er seine Forschungsflüge mit der als Schulflugzeug entwickelten stoffbespannten HD 24W absolvieren, die zudem nur über ein offenes Cockpit verfügt.

 


Weitgehend finanziert vom Berliner Ullstein-Verlag führten beide Ende 1928/ Anfang 1929 und von Ende 1930 bis zum tödlichen Absturz am 28. Januar 1931 zahlreiche Erkundungsflüge zwischen Kap Horn und Patagonien durch (sieh FLiEGERREVUE 03/2006).
Auf Grund der schnellen technischen Entwicklung in den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren fliegerische Rekorde oft nur wenige Monate gültig. Der legendäre erste Flug von Punta Arenas (Chile) nach Ushuaia (Argentinien) im Dezember 1928 ist am Ende der Welt jedoch unvergessen und hat Plüschow und Dreblow einen festen Platz in der Geschichte der Luftfahrt beider Länder gesichert. Seit Anfang der 1990er-Jahre beschäftigt sich auch Roberto Litvachkes, Journalist, Schriftsteller und Filmemacher aus Buenos Aires, intensiv mit der Biographie des „Fliegers von Tsingtau“. Im Rahmen seiner Recherchen entwickelte er die Idee, die HD 24W in Originalgröße nachzubauen. In Ermangelung einer soliden Finanzierung musste dieser Plan zunächst zu den Akten gelegt werden. In den folgenden Jahren konnte Litvachkes dennoch sehr viel für das Andenken Plüschows in Argentinien tun. Er initiierte das Ausstellen 2 x 3 Meter großer Fotos auf verschiedenen Flughäfen des Landes, hielt Vorträge und ließ zunächst ein Modell des Flugzeugs im Maßstab 1 : 10 anfertigen. Mit diesen Aktionen wurde das Interesse eines breiten Publikums an dem deutschen Flugpionier geweckt. Die Ergebnisse seiner Recherchen veröffentlichte er 2006 in einem Buch: „Gunther Plüschow, eine Leben voller Träume, Abenteuer und Herausforderungen“.

Die Initiative

Anfang 2008 kam es zu einer ersten Begegnung zwischen dem Plüschow-Aktivisten aus Buenos Aires und Rafael Fank, dem Präsident des Aeroclubs von Ushuaia. Man wurde sich schnell einig, dass ein maßstabgetreues Replikat des Doppeldeckers gebaut und in Ushuaia ausgestellt werden müsse, da der südlichste Aeroclub der Welt sich in seiner Tradition auf den Flug von Plüschow und Dreblows im Dezember 1928 bezieht. Der Aeroclub Ushuaia übernahm die Schirmherrschaft, Litvachkes die Projektleitung. Mit Unterstützung der deutschen Botschaft, des Verbandes der Deutsch- Argentinischen Vereinigungen, der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer und anderer Institutionen sowie verschiedener Firmen wurde in der zweiten Jahreshälfte 2008 mit dem Bau des Replikats in den Werkstätten des Nationalen Luftfahrt Museums Argentiniens in Moron bei Buenos Aires begonnen. Die Originalmaterialien, z. B. Stoffbespannung, konnten nicht verwendet werden, denn sämtliche Werkstoffe müssen über Jahre resistent gegen das oft mehrfach am Tag wechselnde Wetter sein.

 

Bei Heinkel entstanden die Flugzeuge seinerzeit zunächst mit Bleistift und Tusche auf Transparentpapier, die Blaupausen der Konstruktion bildeten dann die Bauvorlage. Für die Verantwortlichen des argentinischen Projektes war die Ausgangssituation ungleich komplizierter, da keine Original-Pläne existierten. Zwar konnten in Deutschland Modell-Zeichnungen und das Flugzeughandbuch des ähnlichen Schulflugzeugs He 42E beschafft werden, viele Einzelheiten und Abmessungen mussten aber von Fotos und Filmmaterial in ein CAD-Programm übertragen werden, um Detailzeichnungen und 3D-Ansichten zu gewinnen. Auf deren Basis wurden mittels einer computergesteuerten Fräsmaschine die unterschiedlichen Profile für die Querspanten der Tragflächen, Quer-, Seiten- und Höhenruder aus Sperrholzplatten ausgeschnitten. Die ebenfalls aus Sperrholz gefrästen Querspanten dienten als Schablonen für die Rumpfkonstruktion. Aus Blechen und Rohren wurden diese miteinander verschweißt und verliehen dem Flugzeugmodell die notwendige Festigkeit. Insgesamt wurden ca. 400 m² Glasfaserstoff mit etwa 500 kg Kunstharz imprägniert, um den optischen Eindruck der ursprünglich verwandten Stoffbespannung zu vermitteln. Einige hundert Liter Farbe verliehen schließlich dem „Silberkondor“ sein charakteristisches Aussehen.

 

 

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